Pflegestärkungsgesetz II (PSG II)

 

Durch das zweite Pflegestärkungsgesetz (PSG II) gelten seit 2017 grundlegende Veränderungen und Verbesserungen im Pflegesystem für Pflegebedürftige, Angehörige sowie Pflegekräfte.

Auf dieser Grundlage erhalten seit 2017 allen pflegebedürftigen gleichberechtigten Zugang zu den Leistungen der Pflegeversicherung, unabhängig davon, ob sie von körperlichen, geistigen oder psychischen Beeinträchtigungen betroffen sind.

Pflegebedürftige mit oder ohne erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz haben nun seit dem 01.01.2017 einen Anspruch auf einer Betreuungsleistung über monatlich 125 Euro, also 1500 Euro/Jahr.

 

Für welche Leistungen das Geld eingesetzt werden kann, regeln Pflegekassen und Bundesländer.

 

Macht die pflegende Person Urlaub oder ist krank, können Sie für die Verhinderungspflege (ab Pflegegrad 2) bis 1.612 Euro pro Jahr von der Pflegekasse für die Kosten der Ersatzpflege beanspruchen. Wird Kurzzeitpflege nicht in Anspruch genommen, erhöht sich der Betrag sogar auf 2.418 Euro/Jahr. Diese sowie die mtl. 125 Euro Betreuungsleistungen n. §45SGBXI kann direkt mit der Pflegekasse abgerechnet werden.

Für Sie ist also die Betreuungsleistung und die Verhinderungspflege kostenlos.

 

Ersatzpfleger können z. B. Alltagsbegleiter/Senioren-Assistenten sein, und Sie werden finanziell und zeitlich entlastet.

 

Zusätzlich kann bis zu 40% von der Sachleistung für Unterstützung im Alltag als Kombinationsleistung genutzt werden, sofern bei Ihnen kein Pflegedienst kommt.

 

Dies ist möglich ab Pflegegrad 2 und ermöglicht Ihnen, zusätzlich Betreuungsstunden zu erhalten.

 

Sie bestimmen, wieviel Leistung Sie möchten, und nur ein geringer Teil wird von dem Pflegegeld abgezogen.